Unterstützung pflegebedürftiger Menschen im Alltag

Jeder Pflegebedürftige Mensch mit einem Pflegegrad kann unabhängig vom Pflegegeld für einen zusätzlichen Betrag von 125€ monatlich Leistungen bekommen, die dazu dienen sollen, ihn bzw. auch Angehörige zu entlasten (zusätzlichen Betreuungs- u. Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI).

Der Entlastungsbetrag wird nur für tatsächlich erbrachte Leistungen übernommen d.h. der Betroffene kann sich das Geld nicht auszahlen lassen.

Ein Beispiel: Ihre Tochter hat keine Zeit, Sie zum Arzt zu begleiten.
In diesem Fall kann dies eine Hilfsperson übernehmen.


Wir bieten Ihnen über „Entlastungsleistungen“
folgende Hilfen an:

  • Hilfe im Haushalt, Reinigung, Verpflegung, Einkäufe, Fahrdienste, Botengänge
  • Hilfe bei der Organisation des Alltags
  • Begleitung zu Ärzten, Friedhofsbesuch etc.
  • Assistenz bei Beschäftigungen
    (Vorlesen, Gesellschaftsspiele, Kochen etc.)
  • Angebote zur Beschäftigung und Betreuung von Pflegebedürftigen (auch bei Demenzkranken)
  • Begleitung bei Freizeitaktivitäten (Konzertbesuche, Ausflüge etc.)
  • Unterstützen pflegender Angehöriger bei der Betreuung


Wo muss ich den Antrag stellen?

Für den Entlastungsbetrag muss kein gesonderter Antrag gestellt werden. Jeder hat einen Anspruch auf die Entlastungsleistungen, sobald die Pflegebedürftigkeit (ab Pflegegrad I) festgestellt wurde und man zu Hause gepflegt wird.

Zeitlicher Umfang

Mit dem monatlichen Entlastungsbeitrag von 125 € können für ca. 5 Zeitstunden im Monat zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen erbracht werden. Haben sich Entlastungsbeiträge aus vergangenen Monaten angespart, kann die Hilfe natürlich auch in einem größeren zeitlichen Umfang erbracht werden. Nicht genutzte Entlastungsbeträge können bis zum 30. Juni des Folgejahres noch verbraucht werden.

Muss ich in Vorkasse treten?

Der Entlastungsdienst z.B. Psychosoziales Netz e.V. kann direkt mit der Pflegekasse abrechnen, wenn Sie eine Abtretungserklärung unterzeichnen. Mit diesem Formular gestatten Sie uns den Datenaustausch und die Abrechnung mit der Pflegeversicherung. Sie müssen dann weder in Vorkasse treten, noch müssen Sie sich um Formalitäten kümmern. Sie bestätigen lediglich bei jedem Besuchen des Helfers die erbrachten Leistungen mit Ihrer Unterschrift.

Wer kommt dann zu mir?
Unsere Hilfspersonen sind über unseren Verein angebunden. Es handelt sich um Angestellte unseres Teilhabezentrums, sowie ehrenamtliche Helfer. Sie verfügen alle über die erforderliche Schulung nach § 45d SGB XI. Wir stehen mit den Helfern im engen Kontakt und koordinieren bzw. organisieren die Hilfen.

Wie verläuft der erste Kontakt?
Wenn Sie Entlastungsleistungen über das Psychosoziale Netz in Anspruch nehmen möchten, nehmen Sie mit uns telefonisch Kontakt auf. Eine Mitarbeiterin vereinbart dann mit Ihnen einen Termin für ein erstes Gespräch bei Ihnen zu Hause. Bei diesem Besuch wird dann gemeinsam alles Weitere mit Ihnen im Detail besprochen.

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie für sich oder einen pflegebedürftigen Angehörigen die oben beschriebenen Leistungen in Anspruch nehmen, dann wenden Sie sich gerne an uns unter:

Tel.: 0 36 85 / 70 97 52

oder per E-Mail:
psychosoz.netz_hbn@t-online.de